Cafe im Bäckerhaus

Café im Alten Bäckerhaus wird neu eröffnet

Kaffee vom Barista, ofenfrische Kuchen und Torten, regionale Produkte.

Das Pächter-Ehepaar Klara und Bastian Stadler hat sich mutig in die Arbeit gestürzt und als erstes die Räume des Traditions-Cafés im Alten Bäckerhaus renoviert. Fast dreißig Jahre nach der Sanierung des historischen Gebäudes in der Entenstraße 16 sind manche Installationen veraltet und manche Mauersegmente wieder feucht geworden, da reicht ein Bisschen Wandfarbe nicht, um das Café wieder sauber und einladend wirken zu lassen. Fast alle Renovierungsarbeiten leisten die künftigen Wirtsleute selbst; nur bei Installation und Mauersanierung kommen Fachbetriebe zum Einsatz. Sie haben dabei ein klares Bild vor Augen, wie alles werden soll. Beide arbeiten seit langer Zeit in der Gastronomie und haben den Schritt in die Selbständigkeit erst nach reiflicher Planung gewagt.

Bäckerhaus Tittmoning Pächter-Ehepaar Klara und Bastian Stadler

Das Pächter-Ehepaar: Klara und Bastian Stadler

Die gute Nachricht: Das alte Bäckerhaus wird wieder ein richtiges Café.

Morgens ab acht Uhr geöffnet, damit die Frühstücksgäste je nach Gusto mit Kuchen oder mit herzhaftem Gebäck samt Wurst und Käse den Tag beginnen können, mittags werden auch leichte Speisen serviert (ohne der Speisegastronomie groß Konkurrenz zu machen), nachmittags dürfen sich Leckermäuler im Sommer auf einen Eisbecher freuen und abends ist bis 21 Uhr Zeit für die Vereinsbesprechungen, für die Feierabend-Runden, für den gemütlichen Tagesausklang. Bastian Stadler ist Barista, also Spezialist für die Zubereitung von Kaffee an der Espresso-Bar, seine Kaffeemaschine kostet ein Vermögen, aber, sagt er, man kennt einfach den Unterschied zu einem auf Knopfdruck von einem Automaten gebrühten Kaffee. Für die Kuchen sind beide zuständig, das Bier wird von der Brauerei Schönram geliefert, Brot und Gebäck kommen von einer örtlichen Bäckerei. Die Zutaten für Speisen sind durchweg regional erzeugt, was die Region nicht hergibt, ist zumindest von Händlern aus der Region bezogen.

Das Mobiliar wird komplett ausgetauscht. Der Raum links der Eingangstüre wird als modernes Design-Café gestaltet, hell, übersichtlich, bequem. 26 Jahre Gastronomie-Erfahrung helfen Bastian Stadler, gutes Design von gut gemeintem zu unterscheiden und mit den richtigen Beratern zusammenzuarbeiten. Der rechte Raum mit dem Gewölbe im hinteren Bereich wird dagegen Kaffeehaus-Gemütlichkeit alten Stils ausstrahlen. Die Eltern von Bastian Stadler konnten aus dem Schloss Abtsee einiges Mobiliar retten, als es zur Klinik umgebaut wurde. Diese schönen Antiquitäten im Biedermeier-Stil werden künftig das Flair des Gewölberaums bestimmen. Dass Beleuchtung und Dekoration dem jeweiligen Raum-Charakter entsprechend vollständig erneuert werden, versteht sich von selbst.

Gartenbetrieb in der warmen Jahreszeit

Auch der Garten vor dem Brunnen wird wieder aktiviert. In Abstimmung mit Stadt und Aufsichtsbehörden werden aber nicht mehr die üblichen Biergartenstühle und -tische zum Einsatz kommen. Eine neue Möblierung mit mehr Sitzkomfort und besserem Gruppen-Gefühl wird auch den Gästen im Freien den Bäckerhaus-typischen Komfort bieten.

Nicht alles lässt sich planen. Das Ehepaar Stadler ist erfahren und professionell genug, um auch Unvorhergesehenes zu bewältigen. Das größte Fragezeichen überhaupt ist aber, wie das Angebot des neu erstandenen Cafés beim Publikum ankommt. Da macht den Stadlers Mut, dass ihnen schon vom Beginn der Renovierungsarbeiten an ein freundliches Interesse bekundet worden ist. Viele Leute stellten Fragen, die erraten ließen, dass genau so ein Café, wie sie es führen wollen, derzeit in der Stadt fehlt. Auch über die Hilfsbereitschaft der Stadtverwaltung und der Tittmoninger Gewerbebetriebe äußern sie sich sehr zufrieden. Dem großen Tag der Eröffnung sehen sie also gespannt, aber gut vorbereitet entgegen.

Am 17. Juli*, einem Samstag, wird es so weit sein. Alle Vorbereitungen sind auf diesen Tag ausgerichtet, alle Mühe hat den gelungenen Einstand zum Ziel. Klara und Bastian Stadler haben auch in den Zeiten größter Anstrengung und bei auftretenden Hindernissen immer die Freude vor Augen, die es bereitet, zufriedene Gäste zu haben, Gäste, die ihre eigene Begeisterung teilen und weiter tragen.

*aktualisiert am 4.7.2021

Josef Wittmann

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